QUICKMENÜ
Home
Feedback/E-Mail
Impressum

   LEISTUNGEN
Übersicht
Schulter
Ellenbogen
Hand
Knie
Sprunggelenk
Fuß
Haut
Allgmeine Orthopädie
Allgemeine Unfallchirurgie

Allgemeine Chirurgie
Gefäßchirurgie/
Phlebologie

Kosmetische Chirurgie
Sportmedizin
Anästhesie
Durchgangsarzt



Leistungen
Allgmeine Orthopädie

Die Orthopädie befasst sich mit Erkrankungen des Haltungs- und Bewegungsapparates. Hierzu gehören Knochen, Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder. Die Orthopädie versteht sich nicht nur als Fachgebiet für die Erkennung und Behandlung von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, vielmehr beschäftigt sie sich auch mit der Entstehung und Verhütung von Erkrankungen und der Rehabilitation des Patienten.

Das orthopädische Arbeitsgebiet ist sehr umfangreich. Gelenkverschleißes (Arthrose). Häufige von uns behandelte orthopädische Erkrankungen sind: Gelenkerkrankungen (Arthrose, Arthritis, aseptische Knochennekrosen), Muskelerkrankungen, Sehnenentzündungen, Sehnenrisse (siehe auch Unfallchirurgie), Bänderrisse (siehe auch Unfallchirurgie), Wirbelsäulen- und Bandscheibenerkrankungen, Osteoporose.




Arthrose

Unter einer Arthrose versteht man einen zunehmenden Knorpelabrieb der Gelenke des Körpers. Dieser kann schleichend erfolgen (latente Arthrose) oder in eine schmerzhafte Erkrankung übergehen (aktivierte Arthrose). In fortgeschrittenen Fällen stellen sich auch Veränderungen im Bereich des gelenknahen Knochens, der Gelenkschleimhaut, der Gelenkkapsel sowie der Gelenk umspannenden Muskulatur ein, so dass die Arthrose als Krankheitsbild nicht auf den Knorpelabrieb allein beschränkt bleibt. Am häufigsten betrifft die Arthrose die großen, tragenden Gelenke wie Knie und Hüfte, grundsätzlich kann aber jedes Gelenk des Körpers betroffen sein.
Tritt die Arthrose an vielen Gelenken gleichzeitig auf, spricht man von einer Polyarthrose.
Im Verlauf kann eine Arthrose zur Zerstörung des gesamten Gelenkes führen, wodurch es seine Form verliert (Arthrosis deformans).

Ursachen
Als Ursache unterscheidet man neben Überlastungsschäden und unfallbedingten Veränderungen auch angeborene Gelenkdeformitäten und  Wachstumsstörungen sowie systemische Erkrankungen und Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis. In vielen Fällen bleibt der Grund für die Entstehung der Arthrose jedoch unklar.
Die Arthrose entwickelt sich aus einem Ungleichgewicht zwischen der Belastungsfähigkeit eines Gelenkes und der tatsächlichen Belastung.
Der Gelenkknorpel selbst hat keine Blutgefäße. Dies bedeutet, dass er von der ihn umgebenden Gelenkflüssigkeit und den Gefäßen des Knochens ernährt werden muß. Dadurch erklärt sich auch seine schlechte Heilungspotenz.

Symptome
Es gibt charakteristische Arthrosebeschwerden, die für fast alle Gelenke gelten, unabhängig davon, wo sich die Arthrose manifestiert:
- Anlaufschmerz: Auftreten von Schmerzen bzw. Schmerzverstärkung  zu Beginn einer Belastung. Der Arthrosepatient braucht ein wenig, um „in Gang zu kommen“. Anschließend verbessert sich die Beschwerdesymptomatik.
- Belastungsschmerz: Nach vorerst schmerzfreier Belastungsfähigkeit treten im Verlauf wieder Beschwerden auf. Das Gelenk überwärmt und schwillt an. Die Beschwerden nehmen im Laufe des Tages zu. Ruhe führt zu einer Besserung der Beschwerden.
- Schwellung und Überwärmung des Gelenkes
- Steifheitsgefühl und Bewegungseinschränkung des Gelenkes
- im Verlauf Formveränderung des Gelenkes bis hin zur vollständigen Deformierung.

Diagnostik
Neben der Anamnese und der körperlichen Untersuchung zählt besonders auch das Röntgen zur Diagnostik. Es zeigen sich neben einer Verengung des Gelenkspaltes auch Überlastungserscheinungen des Knochens (Mehrsklerosierung, Zysten, Knochenanbauten [Osteophyten]) und Formänderungen des Gelenkes. Ist eine weiterfürende Abklärung notwendig, kann eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) und ggf. eine MRT (Kernspin)-Untersuch durchgeführt werden.

Therapie
Verschiedene konservative Maßnahmen können zu einer deutlichen Erleichterung der Beschwerden bei Arthrose führen:
- Physikalische Therapie (Wärme, Strom etc.) und 
  Krankengymnastik (u.a. Erhalt von Kraft und Beweglichkeit)
- Orthopädietechnik (Schuhaussen- bzw.  Innenranderhöhungen,  
   Handstock, Pufferabsätze)

- Gelenkinjektionen mit Instillation von Cortisonpräparaten in 
  entzündlichen Phasen der Arthrose
- Gabe von Hyaluronsäure in das Kniegelenk, welches als 
  "Gelenkschmiere" wirkt
- Schmerzmedikation

Als invasive Maßnahme ist es mit Hilfe einer Arthroskopie (Gelenkspiegelung) möglich, den Knorpel direkt zu beurteilen. Es ist die genaueste Möglichkeit sich einen Eindruck von den Knorpelverhältnissen zu beschaffen. Der Vorteil ist zudem, dass sich direkt eine Therapie des Knorpelschadens anschließen kann: operativ ist eine Glättung des Knorpels möglich. Bei umschriebenen Defekten kann eine Anbohrung des Knochens zu einem Knorpelersatzgewebe führen. Weitere Knorpelersatzoperationen kommen bei der in der Regel generalisierten Arthrose primär nicht in Frage.
Bei Achsenfehlstellungen an der unteren Extremität steht die Knochenumstellung als korrigierendes Verfahren zur Verfügung, wodurch häufig eine deutliche Beschwerdelinderung erzielt werden kann.
Bei zunehmenden Beschwerden und Gelenkdeformitäten bleibt letztendlich nur die Operation mittels eines künstlichen Gelenkersatzes (HEP= Hemi[Teil-]endoprothese; TEP= Totalendoprothese).





Degenerative Wirbelsäulenerkrankungen


Zu den degenerativen (verschleißbedingten) Wirbelsäulenerkrankungen (Rückenleiden) gehören mehrere Krankheitsbilder, die isoliert oder gemeinsam auftreten können:

  • Bandscheibenvorfall
  • Spinalkanalstenose (Wirbelkanalverengung)
  • Spondylarthrose (Arthrose der kleinen Wirbelgelenke = Facettensyndrom)
  • Spondylose / Osteochondrose (Verschleiß der Bandscheiben und Wirbelkörper)
  • Degenerative Pseudospondylolisthesis (Spondylolisthesis = Wirbelkörpergleiten)

Am häufigsten ist hiervon die Lendenwirbelsäule betroffen.

Ursachen und Symptome
Der Verschleiß der Bandscheibe aufgrund eines zunehmenden Wasserverlustes beginnt schon ab dem 20.Lebensjahr. Es kann zur Bandscheibenvorwölbung oder zum Bandscheibenvorfall (Nucleus pulposus prolaps) kommen. Desweiteren kommt es zu einer Höhenabnahme der Zwischenwirbelkörperabschnitte. Grund- und Deckplatten der Wirbelkörper werden durch die erniedrigte Bandscheibe mehr belastet. Der Körper reagiert darauf mit einer Knochenverdichtung im Bereich dieser Strukturen (Osteochondrose). Weitere Folgen sind eine Überlastung der kleinen Wirbelgelenke, eine Fehlfunktion der Wirbelsäulenbänder und eine sich schleichend entwickelnde Instabilität der Wirbelsäule. Zudem können sich knöcherne Anbauten an den Wirbelkörpern (Spondylophyten) entwickeln, die nach Halt in der Umgebung suchen. Bei sehr weit fortgeschrittener Instabilität kann sich eine verschleißbedingte Verkrümmung der Wirbelsäule ausbilden, wodurch die Statik der Wirbelsäule weiter geschwächt wird (degenerative Skoliose). Als Folge können sich schmerzhafte Muskelhärten (Muskelhartspann / Myogelosen) ausbilden, da die veränderte Statik der Wirbelsäule sich auf die Ursprungs- und Ansatzpunkte der Muskulatur und des Bandapparates der Wirbelsäuleauswirkt.
Durch eine inkongruente Lage der Wirbelkörpergelenke zueinander kommt es zu einem vorzeitigen Knorpelabrieb und zur Ausbildung einer Arthrose der kleinen Wirbelkörpergelenke (Spondylarthrose oder Facettensyndrom). Es spielen sich dann die gleichen Vorgänge ab wie bei einer Knie- oder Hüftgelenksarthrose. Es kommt zur Gelenkentzündung, Kapselschwellung und –verdickung, sowie schneller noch als bei den großen Gelenken, zur Gelenkdeformität. Dabei findet man Symptome einer pseudoradikulären Ausstrahlung (Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in das Gesäß, die Leiste und/oder die Beine, wobei der Schmerz nur selten bis über die Kniegelenksregion ausstrahlt und keiner Nervenwurzel zuzuordnen ist).
Instabilitätsbedingte Verschiebungen der Wirbelkörper (Spondylolisthesis / Pseudospondylolisthesis), Verdickungen der Wirbelgelenkstrukturen, knöcherne Wirbelkanalanbauten, Bandscheibenvorwölbungen und Verdickungen der Wirbelbänder (Ligamentum flavum) können schließlich zu einer beträchtlichen Enge des Wirbelkanals führen (Spinalkanalstenose) und das Rückenmark selbst oder die abgehenden Nervenwurzeln bedrängen. Symptome gehen dann mit einer radikulären Ausstrahlung (Wurzelsyndrom) wie beispielsweise Gefühlsstörungen, Kraftminderung oder Lähmungen einher.

Diagnostik
Zur Diagnostik dienen nach der Anamnese und der körperlichen Untersuchung v.a. bildgebende Verfahren wie das Röntgen, CT, MRT aber auch die Myelographie und eine fachneurologische Untersuchung.

Therapie
Die Therapie degenerativer Wirbelsäulenerkrankungen ist größtenteils konservativ. Im Vordergrung stehen Schmerz- und Physiotherapie.
Als operative Maßnahmen bei schwerwiegenden Nervenschäden, unbeherrschbaren, invalidisierenden Schmerzen und umschriebenem Krankheitsbefund dienen Wirbelkanaldekompressionen (Entfernung von Verknöcherungen und störendem Weichgewebe), Bandscheibenoperationen, Versteifungsoperationen (Spondylodese), Bandscheibenprothesen und Verödungsbehandlungen z.B. von kleinen Wirbelgelenken (Sklerosierungs-/ Proliferations-/ Denervierungstherapie).




Lumboischialgie


Unter Lumboischialgie versteht man den über den Ischiadicusnerv in das Bein fortgeleiteten Rückenschmerz.

Ursachen und Symptome
Eine Lumboischialgie kann verschiedene zugrunde liegende Ursachen haben. Die häufigste Krankheitsursache ist der Bandscheibenvorfall an der Lendenwirbelsäule. Das in Richtung des Rückenmarkes vorgefallene Bandscheibengewebe führt zur Irritation der abgehenden Nervenwurzeln. Hierdurch wird ein Nervenwurzelschmerz (Radikulopathie) hervorgerufen, der sich entlang des betroffenen Körpernerven (peripherer Nerv) in den Körper fortsetzt.
Da sich die unteren Rückenmarksnerven der Lendenwirbelsäule zum größten menschlichen Körpernerven, dem Ischiasnerven, vereinigen, erfolgt die Schmerzweiterleitung entlang des Ischiasnerven über das Gesäß, den rückseitigen Oberschenkel, den Unterschenkel bis in den Fuß.
Seltenere Ursachen für eine Lumboischialgie sind verschleißbedingte Verengungen der Nervenaustrittslöcher an der Wirbelsäule (degenerative Wirbelsäulenerkrankung), Wirbelgelenkzysten oder Entzündungen des Ischiasnerven.

Therapie
Zu den konservativen Therapieansätzen zählen die Stufenlagerung, Physiotherapie/ Krankengymnastik, Elektrotherapie, entzündungs- und schmerzlindernde Medikamente sowie zielgenau lokalisierte Infiltrationen durch Spritzen.
Ist die Lumboischialgie aufgrund der Schwere der zugrunde liegenden Erkrankung nicht ausreichend konservativ therapierbar, kommen operative Therapiemaßnahmen zum Einsatz, wodurch die eigentliche Ursache der Beschwerden entfernt wird (z.B. beim Bandscheibenvorfall: Nukleotomie) und/oder die Nervenaustrittslöcher erweitert werden (Dekompression).


Muskelverletzungen


Die häufigsten Verletzungsformen im Bereich der Muskulatur sind Muskelzerrungen, Muskelfaserrisse und der Muskelriss. Alle drei genannten Verletzungsformen stellen dabei ein und dieselbe Muskelverletzung dar, die sich lediglich in der Schwere der Verletzung unterscheidet. 
Man spricht von einer Muskelzerrung, wenn der Muskel über sein physiologisches Maß hinweg gedehnt wird. Die anatomische Struktur des Muskels verändert sich bei einer Zerrung nicht. Erst wenn über diese Muskelzerrung hinweg die Kraft, bzw. die Belastung des Muskels weiterhin überschritten wird, treten Verletzungen wie Muskelfaserrisse oder gar Muskelrisse ein.  
Im Falle eines Muskelfaserrisses reißen die sehr kleinen Muskelfasern ein, während bei einem Muskelriss der Muskel als solches vollständig durchtrennt wird. Da der Muskel recht widerstandsfähig ist, treten Muskelrisse nur dann auf, wenn der Muskel unter maximaler Beanspruchung steht.

Ursachen 
Zu den häufigsten Ursachen für Verletzungen im Bereich der Muskulatur zählen plötzlich auftretende Maximalbelastungen (v.a. auch bei kalter Witterung oder nach unzureichendem Aufwärmen), wie beispielsweise Beschleunigungen oder Kombinationen aus Beschleunigen und Abbremsen. Zerrungen und Risse resultieren dann stets aus der kurzzeitigen Extrembelastung im Bereich der Muskelschnellkraft, so dass der Muskel die plötzlichen mechanischen Zugkräfte nicht mehr auf-, bzw. abfangen kann.

Symptome
Muskelverletzungen führen in der Regel Druck-, Dehn- und Anspannungsschmerzen mit sich. Während sich eine Zerrung durch rasch zunehmende und krampfartige Schmerzen äußert, ist es beim Muskel(faser)riss eher der akut auftretende, stechende Schmerz, der es erforderlich werden lässt, ausgeführte Bewegungsabläufe (Kontraktion und Kraft) sofort abzubrechen. Desweiteren tritt bei letzterem eine tast- und eventuell sichtbare Delle auf, die sich oft aufgrund des sich anschließend auftretenden Blutergusses (Hämatom) nicht mehr nachweisen läßt.

Therapie
Ab dem ersten Tag nach Eintreten der Verletzung (Muskelzerrung, Muskelfaserriss) bis zum dritten Tag kann die Elektrotherapie eingesetzt werden, wodurch die Reaktions- und Funktionsfähigkeit motorischer Nerven gefördert wird. Desweiteren werden funktionelle Behandlungen (z.B. Tapeverbände, Bandagen) und abschwellend wirkende Salbenverbände in Kombination mit entzündungshemmenden und muskelentspannenden Medikamenten  und entsprechender Schmerzmedikation angewendet.
Ab dem 4. Tag ist eine Behandlung mit Interferenzstrom (Mittelstrom) sowie die Ultraschalltherapie möglich. Durch die Schallwellen kommt es zu einem Druckwechsel im Gewebe, wodurch eine mechanische Vibrationswirkung im Sinne einer "Mikromassage" (Gewebeeindringtiefe = 8cm) ausgelöst wird. Dadurch werden Verklebungen aufgelöst und es wird ein Auflockern der Muskulatur und somit die Regeneration des Muskels angeregt. Dennoch kommt es auch zur Bildung von Narbengewebe, das generell weniger dehnbar ist als die Muskelfasern. Hinzu kommt, dass die neuen Muskelfasern kürzer sind und weniger Bindegewebe enthalten. Durch die Kombination dieser beiden Fakten ist der Muskel von einem Funktionsverlust betroffen und muss neu aufgebaut werden.
Eine Belastung in Form einer krankengymnastischen Therapie bis hin zur Schmerzgrenze kann sofort wieder aufgenommen werden. Von einer passiven Dehnung sollte jedoch aufgrund der hohen Skelettmuskelregenerationszeit für mindestens zwei bis drei Wochen abgesehen werden.
Eine operative Therapie erfolgt in der Regel bei Muskelrissen nur dann, wenn der Riss länger ist als 2/3 des Querschnitts oder ein großes Hämatom entstanden ist oder wenn sich im Verlauf eine deutliche Narbe gebildet hat.
Die Nachbehandlung im Anschluss an die Operation besteht in der Regel aus einer Ruhigstellung für den Zeitraum von etwa 4 Wochen und danach einer Teilbelastung, die bis bis etwa zur 12. Woche  zur Körpergewichtsbelastung gesteigert wird.


Übersicht aller Infos




PATIENTEN-INFOS
Neue Therapieverfahren
Kontaktdaten zum Download
Leistungsspektrum als Download
Praxiszertifizierung

TERMINE
Übersicht Termine ...

ÄRZTLICHE WEITERBILDUNG
Weiteres...

KOOPERATIONSPARTNER
Weiteres...
 
Dr. Rahn, Dr. Heinrich, Dr. Bitschnau & Dr. Titel | Schwalbacher Str. 38-42 | 65183 Wiesbaden | Tel.: 0611-4113693 | Fax: 0611-401597 | info@chirurgie-in-wiesbaden.de