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Leistungen | Ellenbogen

 

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Anatomie

Leistungsbereich Ellenbogen Der Ellenbogen stellt die Verbindung zwischen Ober- und Unterarm dar. Er besteht aus dem Oberarmknochen (Humerus) und den beiden Unterarmknochen Elle (Ulna) und Speiche (Radius). Diese drei Knochen sind aufgrund einer Kombination verschiedener Gelenktypen (Scharnier-, Kugel- und Zapfengelenk) untereinander sehr beweglich. Durch eine Gelenkkapsel sowie einen komplexen Muskel- und Bandapparat werden die Bewegung und die Funktionalität (Streckung und Beugung, Drehung des Unterarms und der Hand) ermöglicht.

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Ellbogenbruch (Fraktur) und Verrenkung (Luxation)

Alle der drei oben genannten knöchernen Strukturen können meist aufgrund äußerer starker Krafteinflüsse sowohl brechen als auch luxieren. Im Rahmen der Diagnostik ist neben der körperlichen Untersuchung die Röntgenuntersuchung des Gelenkes und der angrenzenden Knochen entscheidend. Unverschobene Brüche, die keine Tendenz zur Verschiebung zeigen, können in aller Regel ohne operative Maßnahmen behandelt werden. In der Regel ist hier eine Ruhigstellung mittels Oberarmkunststoffschiene ausreichend. Die Dauer der Ruhigstellung richtet sich nach der Art des Bruches und reicht von zwei Wochen (Radiuskopfbruch) bis zu sechs Wochen (unverschobener Ellenhakenbruch, Radiushalsbruch und Absprengung im Bereich des körperfernen Oberarms).
Ellenbogenverrenkungen müssen nach der Röntgendiagnostik einer Tomografie zugeführt werden (MRT-Untersuchung). In Abhängigkeit der Begleitverletzungen (innerer und äußerer Ellenbogenbandapparat) muss das therapeutische Verfahren gewählt werden. Häufig ist auch hier eine alleinige Ruhigstellung mit frühfunktioneller Nachbehandlung (Krankengymnastik) ausreichend. Eine operative Versorgung erfolgt lediglich bei ausgeprägter Bandverletzung und großen Knochenabsprengungen mit einer deutlich spürbaren Instabilität des Ellenbogengelenkes.

Ellbogenbruch (Fraktur) und Verrenkung (Luxation)

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Tennisellenbogen (Tennisarm)/ Golferellenbogen (Werferellenbogen)

Leistungsbereich Ellenbogen Unter dem sog. "Tennisellenbogen" (Epicondylitis humeri radialis) versteht man eine so genannte Sehnenansatzentzündung (= Ansatztendinose) der Unterarm- und Handstreckmuskulatur mit Beteiligung der angrenzenden Muskulatur, die in der Regel durch Überbeanspruchung im Beruf, oder auch Sport (z.B. Tennis) hervorgerufen wird. Dies erklärt auch die Entstehung der Bezeichnung "Tennisarm". Häufig tritt diese Sehnenansatzentzündung bei Menschen auf, die an einem Computerarbeitsplatz arbeiten. Dies ist dadurch bedingt, dass die Hand in einer permanenten Streckhaltung über der Tastatur oder der Mouse gehalten wird. Hierdurch kommt es zu einer Überbeanspruchung der Handstreckmuskulatur, die am körperfernen Oberarm ansetzt. Der "Werferellenbogen" (Epicondylitis humeri ulnaris) beschreibt dagegen eine Ansatztendinose der Unterarm- und Hand­beuge­muskulatur. Des Weiteren kommt als Ursache auch die Arthrose bei älteren Menschen in Frage.
Als Symptome bestehen meist Schmerzen im Ellenbogenbereich, die bis in die Hand ausstrahlen können. In der Regel besteht ein lokaler stechender Druckschmerz am Knochenansatz der betroffenen Muskulatur, sowie Schmerzen an der Außenseite (beim Tennisarm) bzw. Innenseite (beim Golferellenbogen) des Ellenbogens, die durch Dreh-, Beuge- und Streckbewegungen der betroffenen Muskelfasern oder Faustschluss hervorgerufen werden. Durch die Schmerzen werden die Patienten in der Ausübung ihrer alltäglichen Tätigkeiten zunehmend eingeschränkt.

In weiter fortgeschrittenen Stadien kommt es zur Kraftminderung der gesamten Hand- und Fingermuskulatur, die bis zu einem gänzlichen Verlust der gesamten Griffstärke und Bewegungseinschränkung im Ellenbogengelenk führen können.

Als konservative Therapie stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl: Physikalische Therapie, medikamentöse Therapie, lokale Infiltrationen mittels Spritzen, Ruhigstellung mittels Unterarmgipsschiene, Epicondylitisspange, Krankengymnastik, Akupunktur, Extrakorporale Stoßwellentherapie. Als Patient können Sie selbst auch zur Heilung beitragen. Dies kann z.B. durch eine Veränderung des Arbeitsplatzes erreicht werden. Sie sollten eine dauerhafte Streckung der Hand insbesondere am Computerarbeitsplatz Tennisellenbogen (Tennisarm)/ Golferellenbogen (Werferellenbogen) vermeiden. Dies kann durch entsprechende Mousepads und durch Handballenstützen, die vor der Tastatur liegen, erreicht werden. Zudem sollten Sie die Hand­gelenk­streck­muskulatur beim Tennisellenbogen bzw. die Hand­gelenks­beuge­muskulatur beim Werferellenbogen dauerhaft (3-4x täglich für 10 Minuten) dehnen.
Sollte unter der konservativen Therapie im Verlauf keine Besserung eintreten, so ist eine operative Maßnahme (Durchtrennung der schmerzleitenden Fasern sowie Einkerben der Muskelansätze) empfehlenswert.

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Ellenbogengelenksverschleiß (Arthrose)

Leistungsbereich Ellenbogen Ein Verschleiß des Ellenbogengelenkes tritt in allererster Linie nach Verletzungen des Gelenkes auf. Überlastungsbedingte Gelenkveränderungen wie im Bereich der unteren Extremität findet man bei der oberen Extremität aufgrund des aufrechten Ganges nicht. Die Behandlung richtet sich nach der Ausprägung des Befundes (siehe hierzu unter Arthrosetherapie).
Bei ausgeprägten Befunden kann eine Ellenbogengelenksspiegelung durchgeführt werden. Hierbei können Knorpelglättungen erfolgen, das Gelenk gereinigt werden und freie Gelenkskörper entfernt werden.
Freie Gelenkkörper können die Folge verschiedener Erkrankungen und Verletzungen sein. Sie müssen operativ durch die so genannte Schlüssellochtechnik (Arthroskopie) entfernt werden.

 

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